Im Sommer 2024 untersuchte das Forscherteam des Instituts für Digitale
Gesundheit (IDG) und des WHO Collaboration Center for Health Literacy an
der Technischen Universität München erstmals die psychische
Gesundheitskompetenz in Deutschland und etwickelte dafür neben einer
grundlegenden Definition ein eigenständiges neues Erhebungsinstrument.
Die Ergebnisse dieser ersten Untersuchung in Deutschland sind
bedrückend: 86 Prozent der Bürgerinnen und Bürger verfügen über eine nur
geringe psychische Gesundheitskompetenz. Das bedeutet: Mehr als acht von
zehn Menschen haben zum Beispiel Probleme damit, Informationen zu ihrem
Wohlbefinden, zur Hilfesuche oder für ihre Unterstützung richtig
einzuordnen und für sich zu nutzen. Im krassen Kontrast zu dieser
fehlenden Kompetenz steht die weite Verbreitung psychischer
Erkrankungen. So kennen sieben von zehn Menschen eine betroffene Person
in ihrem Umfeld oder sie sind selbst betroffen. Um auch die jüngeren
Generationen mit ihrer ganz eigenen Art der Kommunikation und
Informationsbeschaffung in den Blick zu nehmen, wurden neben 2.000
erwachsenen Personen auch 500 Auszubildende befragt.