Gesundheitskompetenz
Zehn Jahre ist es her, dass das Thema Gesundheitskompetenz Deutschland
erreicht hat. Wie steht es um die Fähigkeit der Menschen,
gesundheitsrelevante Informationen zu finden, zu verstehen, sie zu
bewerten und für ihre eigene Gesundheit anzuwenden?
Das ist seither Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen, sowohl mit Blick auf die
allgemeine Kompetenz als auch auf Ernährung und das Navigieren in der
digitalen Welt. Die allererste Studie im
Jahr 2014 führte noch zu einem Aufschrei: „Deutschland fällt beim
Gesundheits-Pisa durch.“ Mehr als jeder zweite Befragte (54,3 Prozet)
verfügte über eine nur geringe Gesundheitskompetenz. Im Sommer 2024
untersuchte das Forscherteam des Instituts für Digitale Gesundheit (IDG)
und des WHO Collaboration Center for Health Literacy an der Technischen
Universität München die Gesundheitskomeptenz in Deutschland erneut, um
Erkenntnisse zum aktuellen Stand wie auch zur Entwicklung in der
vergangenen Dekade zu erlangen. Im Ergebnis zeigte sich, dass 2024 mit
75,8 Prozent drei von vier Menschen starke Probleme im Umgang mit
Gesundheitsinformationen und damit, auf Basis dieser Informationen
Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die eigene Gesundheit
oder im Krankheitsfalle auf das Krankheitsmanagement auswirken. Und dies
nicht nur für sich selbst sondern potenziell auf auch für die eigenen
Kinder oder zu pflegende Angehörige.